Umgang mit Gewalt


Flyer von IVM Hamburg
Seminar-Flyer (Foto:Privat)

Deeskalationstraining I

Gewaltprävention - Grundlagenseminar I

 

Verstehen- aber nicht einverstanden sein!

Und dann auch noch einmischen? -Ein Grundlagentraining-

MitarbeiterInnen sozialer Einrichtungen und/oder anderer Institutionen sind häufig mit gewalttätigen Situationen konfrontiert. Auch im Alltag begegnen uns solche Situationen. Oft sind Jugendliche mit im Spiel, die Medien liefern dafür scheinbare Belege.

Oft richten sich Aggressionen im beruflichen Alltag auch gegen Fachkräfte.

Dies stellt hohe Anforderungen an Professionalität und an komplexe Handlungsmöglichkeiten. 

 

Dieses Seminar bietet die Möglichkeit, beides zu erweitern und zu verbessern.

Themenübersicht des Seminars:

Gewaltdefinition, Gewaltursachen, Gewalt als Thema der Öffentlichkeit, Konfliktanalyse, eigenes Verhalten im Konflikt, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Identifikation der Ursachen, Krisenintervention, Eingrifftypologien, Nachbereitung von Gewaltvorfällen, Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Das Training ist mit vielen Übungen, Standbildern und praktischen Anwendungsbeispielen geplant. Die Eingabe eigener Fälle ist erwünscht!


Deeskalationstraining II

Deeskalation Grundlagenerweiterung

 

Gewalttätige Auseinandersetzungen haben eine Vorgeschichte. Oft sind sie das Ende eines verunglückten Interaktionsprozesses. Gewalt kann situativ sein, geplant sein, sich in Abhän­gigkeit von gruppendynamischen Prozessen entwickeln oder auch einer Art Ritual folgen. Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen aus welcher Berufsgruppe auch immer reagieren oft mit Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit im prakti­schen Umgang mit gewaltbereiten Menschen. Das Wissen mit dem praktischen Um­gang von Ge­waltsituationen ist wichtig, sind sie es doch, die aufgrund ihres Berufes in Auseinan­dersetzungen ver­wickelt werden oder Konflik­te schlichten müssen. Auch richten sich verletzende Handlungen auch gegen die Fachkräfte. Um Ge­walteskalationen zu verhindern sind Methoden der Deeskalation und der gewaltfreien Konfliktklä­rung gefragt.

Ziel der Fortbildung ist es, unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten der gewaltfreien Konfliktdeeskalation und –vermittlung kennen zu lernen, weiterhin Möglichkeiten der praktischen Einübung aufuzeigen.

 

 

Die Inhalte des Seminars:

 

• Problemaufriss zum Thema

• Eigene Erfahrungen mit Reaktionen auf Gewaltsituationen: Wie gehe ich mit Ängsten um? Wie gehe ich mit eigenen Aggressionen um? Erarbeitung eines eigenen Fallbeispieles – der systemische Blick für eskalierende Prozesse (Konfliktanalyse).

• Die unterschiedlichen Ebenen und Formen der Viktimisierung in einer Gewaltsituation – wie können in der Konfliktaufarbeitung Formen der Sekundärviktimisierung verhindert werden?

• Eskalation und Deeskalation im zeitlichen Phasenverlauf

• Die eigenen Stärken nutzen - welches Interventionsverhalten entspricht meiner Per­son?

• Deeskalierende Intervention: Welche Voraussetzungen für eine Intervention müssen erfüllt sein? Welche Deeskalationsstrategien lassen sich in Konfliktsituationen anwen­den?

• Rollenspiele, Standbilder, videounterstütztes Training, Übungen zur Deeskalation: Was ist möglich, was ist sinnvoll, was ist bedenklich?


Deeskalationstraining III

Deeskalation III (Aufbauseminar zu Seminar II)

 

Die Veranstaltung knüpft an das Deeskalationstraining II an und baut darauf auf. Auch in diesem Training wird ausschließlich auf Formen und Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktdeeskalation und –vermittlung eingegangen.

Den Teilnehmern werden weitere Trainingsmöglichkeiten zur Erreichung von Handlungssicherheit und zum Testen weiterer Lösungsmöglichkeiten bei Gewaltvorfällen geboten. Dabei stehen u.a. individuelles Konfliktverhalten der TeilnehmerInnen und deren Einfluss auf den Konfliktverlauf im Fokus des Seminars. Neben der sprachlichen Kommunikation stehen dabei nonverbale Formen der Interaktion im Mittelpunkt.

Darüber hinaus wird eine Methode zur Nachbereitung von Gewaltvorfällen im Team trainiert. Schließlich wird die Praxis der Nachbereitung von Gewaltvorfällen mit den Beteiligten geübt, um das entstehen von Gewaltkulturen und Gewaltspiralen in Einrichtungen möglichst zu verhindern.

 

 Themenplan:

 

- Trainingsmöglichkeiten an

Fallbeispielen aus der Praxis

der TeilnehmerInnen

- Umgang mit eigenen Aggressionen

- Interventionsberechtigung

- Selbstbehauptung

- Techniken des „Nein – Sagens“

- Unterbrechen von „Gewaltspiralen“

- Sanktionen gewaltfrei umsetzen

- Möglichkeiten der Konfliktklärung

- Nachbereitung und Auswertung von

Gewaltvorfällen

- Opferperspektiven

 

Zur Anwendung kommen die Methoden: Vortrag, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Gruppenarbeit, Videoanalyse, Standbilder, Rollenspiele, Einzel- und Paarübungen