Schulisches-Kompetenz-Training (SKT©)


Bleib locker! Verantwortung übernehmen!

Wege aus der Gewalt und abweichendem Verhalten im

(Einzel-) Kleingruppentraining erlernen.

 

10 á 1,5 Std.-Sitzungen (ggf. Nachbetreuungssitzung);

mindestens 3, max. 6 Teilnehmende.

Zwei TrainerInnen, nach Möglichkeit paritätische Besetzung.

 

Standards und Durchführungsrichtlinien:

 

Zielgruppe

Das (Einzel-) oder Kleingruppentraining wendet sich an Kinder, Jugendliche und Jungerwachsene beiderlei Geschlechts. Das Training steht jedem/r offen der oder die sich für ein Training bewirbt und/oder vorgeschlagen wird. Teilnehmen können SuS der jeweiligen Schule.

 

Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden sich wiederholt Schulregeln wiedersetzen, wiederholt in Konfliktsituationen auffallen, Gewaltverhalten gegenüber anderen Personen oder Sachen angewandt haben oder ein Training aus anderen Gründen angezeigt ist.

 

Rahmenbedingungen

Es muss eine schriftliche Bewerbung des/der SuS mit einigen Angaben zur Problemsituation, zur persönlichen Entwicklung, zur Motivation und zu den Zielen des/der SuS vorliegen. Außerdem eine schriftliche Einschätzung zum Verhalten von Seiten des Klassenlehrers.

Ein Vorgespräch mit dem Teilnehmer über die Motivation und Zielsetzung des Trainings.

Abschluss eines Vertrags zwischen dem Jugendlichen, den Eltern bzw. der verweisenden Klasse und dem/den Trainern.

Bei dem Vorgespräch muss eine pädagogische Bezugsperson anwesend sein.

 

Auswahlkriterien

Nicht aufgenommen werden Bewerber:
die kognitiv nicht in der Lage sind den Trainingsinhalten zu folgen;
die kein Mindestmaß an Eigenmotivation mitbringen.

 

Organisation und Struktur

Ein Trainingskurs beinhaltet die aktive Teilnahme an mind. zehn Einzelsitzungen im Anschluss an das Vorgespräch.

Die Sitzungen dauern je nach Thema und Arbeitsfähigkeit des Teilnehmers max. 90 Minuten.

Die Sitzungen sollen möglichst einmal wöchentlich an einem für den Teilnehmer neutralen Ort stattfinden (z.B. Auszeitraum).

Im Anschluss an die letzte Trainingsitzung findet ein Auswertungsgespräch in Anwesenheit der pädagogischen Bezugsperson statt.

Ein Teilnehmer hat immer einen oder mehrere feste Trainer. Es ist nicht vorgesehen den Trainer im Trainingsverlauf zu wechseln.

Je nach Zusammenstellung der Gruppe werden die zehn Trainingstermine flexibel ausgewählt, damit für jedes Unterrichtsfach die notwendige Kontinuität möglichst gewährleistet bleibt.

Die Termine werden mit den schulinternen-/Klassenarbeitsterminen abgestimmt.

 

Qualifikation der Trainer

Die Trainer haben eine abgeschlossene pädagogische, psychologische oder sozialwissenschaftliche Grundqualifikation

Sie verfügen über Zusatzqualifikationen, die sie für soziale Gruppen- und Einzeltrainings sowie Antigewalttrainings qualifizieren.

Sie verfügen über Erfahrungen in der sozialen Trainingsarbeit im Gruppen- und Einzeltrainingskontext.

 

Konzeptbasis und Trainingscurriculum

Methodische Basis ist der „Nichtkonfrontative Trainingsansatz“ des Antigewalt- und Kompetenztrainings (AKT ®), bewährte Instrumente aus dem CT ®, der systemischen Theorie als auch der Verhaltenstherapie. Des weiteren Elemente aus dem Konfliktmanagement, der gewaltfreien Kommunikation, der Gesprächsführung und des Biografischen Dialoges.

Zur aktiven Auseinandersetzung mit den Regelverstößen (Gewalthandlungen) wird die „Konfliktsitzung“ eingesetzt.

Es können mehrere Einheiten „Sport“ mit in die Sitzungen einfließen (z. B. Boxen o.ä.).

 

 

Weitere wichtige Aspekte sind:

Modellernen (Demonstration der zu erlernenden Fähigkeiten durch die TrainerInnen), Rollenspiele und Übungen (die Teilnehmer üben die zu erlernenden Fähigkeiten).

Verhaltensreflexionen von den TrainerInnen

Transfer des Erlernten in den Alltag (Experimentelle oder Beobachtungsaufgaben zwischen den Sitzungen, Einbeziehung von wichtigen Ankerpersonen)

Jede Sitzung beginnt mit der Reflexion der vergangenen Woche und der Beschreibung des aktuellen Gefühlszustandes.

Anschließend erfolgt eine Auswertung einer gegebenen Hausaufgabe, bevor das eigentliche Tagesthema im Hauptteil aufgegriffen wird.

Zum Abschluss der Sitzung wird eine kleine Übung oder ein Rollenspiel durchgeführt und eventuell eine Hausaufgabe zur nächsten Sitzung auf den Weg gegeben.

 

Sitzungsabläufe, Methodensammlung; z. B.:

 

1 Ausgangs-Situation, Vorfälle, Reflektionen

2 Wer stört? Was bringt mich hoch? Eigene Biographie.

3 Hauptthema/Anliegen/ggf. Sport*

4 *

5 *

6 *

7 *

8 Wie gehe ich mit welchen Situationen um?

9 Persönliche Stoppkarte, Provokationsübungen

10 Unterstützer-System, Wer hilft mir wann und wie?